Albrechtsthal





Albrechtsthal

Erbzinsgut

Ksp. Puschdorf, Schule am Ort, Amt Almenhausen, Standesamt Puschdorf,
Gendarmerie Norkitten, Insterburg 24,3 km.

** Fürstlich Anhalt-Dessauischer Besitz **

Im Jahre 1709 zuerst genannt, an der Menge gelegen, kann aber schon vorher
bebaut gewesen sein, da die Kirchenbücher 1660-1712 verbrannt sind,
liegen keine Nachrichten darüber aus früherer Zeit vor. Besitzer ist die
Familie von Lesgewang.

Am 16.08.1724 kaufte Fürst Leopold von Anhalt-Dessau das Gut, es gehörte
zu den großen Almenhausenschen Besitzungen.

1757 während der Schlacht bei Groß Jägersdorf, ist das Gut niedergebrannt.
In den Jahren 1759/60 war Wolter Arrendator auf dem Gut.

Laut Erbverschreibung vom 02.01.1770 übergab der Fürst von Anhalt Dessau
dem Actuarius Friederici Albrechtsthal als Erbzinsgut, 10 Hufen, meistens
wüst, nebst einer Schankgerechtigkeit für 2000 Thaler u. jährlich 120
Thaler Zins. - 1785 adlig Vorwerk, 5 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis
Insterburg, Patron der Fürst von Anhalt-Dessau. - 1815 Erbzinsgut, Amt
Norkitten, 3 Feuerstellen, 47 Bewohner.

1789 ging das Erbgut, nebst 1 Hufe 26 Morgen Weide Entschädigung, an Simon
Reuter für 4.400 Rthlr. über. - 1798 kaufte Oberamtmann Laddey den Besitz
für 11.050 Rthlr, der als Belohnung für seine treuen Dienste vom Fürsten
von Anhalt-Dessau noch 8 Hufen 28 Morgen 165 Ruthen sogenanntes Albrechts-
thaler Dresch und 1 Hufen Stutwiesen dazu erhielt.

1816 kaufte der F7uuml;rst von Anhalt-Dessau das Gut von dem Sohn des Oberamtmann
Ladday für 16.000 Rthlr. wieder zurück. Es wurde wie andere Güter des
Fürsten später auch verpachtet. Pächter waren Amtmann Wehmeyer, Kreutzahler,
Rohde und bis 1929 Oberamtmann Giese. - 1929/1920 übernahm der Fürst wieder
das Gut in eigene Bewirtschaftung. - Im Jahre 1930 wurde dann das Land
teilweise an Bauern in Groß Jägersdorf verkauft, das verbleibende Restgut
von 158 ha bis zur Vertreibung 1945 an Richard Papendick verpachtet.

Am 02.11.1841 wurde die Schule neu fundiert.

Amtlich gezählt einschließlich Försterei Albrechtsthal: Wohngebäude
in 1871 7, in 1905 5, Haushalte in 1871 15, in 1905 11, Einwohner in 1867
78, in 1871 91, in 1905 55, männlich in 1871 39, in 1905 26;
1871 alle preußisch und evangelisch, 10 ortsgebürtig, 24 unter 10 Jahre,
31 können lesen und schreiben, 36 Analphabeten; - 1905 50 evangelisch, 5
katholisch, 50 geben deutsch als Muttersprache an, 5 deutsch und eine andere.
Ortsgrundfläche 258,1 ha, Grundsteuer Reinertrag 7,23 je ha. - 1925
Wohnplatz zu Klein Jägersdorf.

1920 Domäne, Herzog Friedrich von Anhalt-Dessau, Pächter Oberamtmann Emil
Giese, Meierei, PT Uderballen 2 km, E Norkitten 6,5 km, Grundsteuer Reinertrag
2.287.-; - 282 ha, davon 214 Acker, 34 Wiesen, 26 Weiden, 7 Hofstellen,
1 Wasser; 27 Pferde, 174 Rinder, davon 60 Kühe, 30 Schweine.

Am 17.10.1928 unter diesem Ortsnamen ein Ortsteil der Gemeine Jägertal.


Försterei Albrechtsthal

Ksp. Puschdorf, Schule Albrechtsthal, Amt Waldhausen, Standesamt Puschdorf,
Gendarmerie Norkitten, Insterburg 24,4 km.

** Fürstlich Anhalt-Dessauischer Besitz **

Gehört zum Forstgutsbezirk Ranglacken und ist Wohnplatz zu Gut
Albrechtsthal.

Als Förster waren tätig: Pilzecker, Bergknecht, Bernhard, Ohlendorf,
Petersen und bis 1932 Revier Förster Reiß.

Als Flurnamen haben sich in der Försterei erhalten: "im Rosewald"
(Südgrenze), "Bärenwinkel", "Calvus".

Am 17.10.1928 unter diesem Ortsnamen ein Ortsteil der Gemeinde Jägertal.