Allmenhausen Almanhausen Almanshausen Almenhausen Adlig Vorwerk _ Dorf Ksp. Puschdorf, Schule Albrechtsthal/Jägertal, Amt Almenhausen/Puschdorf, Standesamt + Gendarmerie Puschdorf, Insterburg 26,8 km. ** Fürstlich Anhalt-Dessauischer Besitz ** An das Preußendorf Piaten schließt sich im Seitental der Menge der große Besitz der Brüder Kuschenpusch an, verliehen im Jahre 1404, aus dem sich nach Rückschlägen das deutsche Dorf Puschdorf, sowie Almenhausen und Ranglacken entwickelten. - 1446 ein Cöllmer Almenhewser mit 25 Huben genannt. Am 13.07.1446 Erneuerung der Verschreibung der Freien von Almanshausen über 25 Hufen "uff der Ringappe", cölmisch, das Land besitzt Hans Wittmannsdorf. 1559 das freie Gut Allmenhausen; am 07.03.1562 Nickel Wittmannsdorf's Verschreibung über 25 Hufen Wald zu Allmenhausen; - 06.12.1563 des Rentmeister Nickel von Wittmannsdorf's Verschreibung für Almanhausen, 25 Hufen und 35 Hufen Wald. Im Jahre 1634 ging der Besitz an die FFamilie von Lesgewang über; - im Jahre 1637 war Caspar Berningk Arrendator. - Am 24.07.1676 hat Christoph von Lesgewang 60 adlige Hufen, der Hof war sehr verschuldet, Pfandinhaber ist Wolff von der Gröben. - Das im Jahre 1709 von diesem aufgestellte Inventario des Pfandobjektes nennt: 1.) den hochadligen Hof, 2.) die Wassermühle, 3.) das Dorf Ranglacken (6 Bauern), 4.) das Vorwerk Albrechtsthal, 5.) der Wald, 6.) das Vorwerk Reiffschlägers, mit einem Gesamtflächeninhalt von 110 Hufen. Der Besitz befand sich in schlechtem Zustand, die Gebäude waren durchgehend baufällig, es fehlte an totem und lebendem Inventar, der Wald war durchgehend ausgehauen und nichts als "jung Holz und Gesträuch" darin. Am 16.08.1724 kaufte der Fürst von Anhalt-Dessau von den Vormündern des minderjährigen Besitzers Ludwig Gottlieb von Lesgewang den Besitz, welcher im Jahre 1709 an von der Gröben verpfändet war. Als Kaufpreis wurden gezahlt, 12.500 Thaler Ablösung an den Pfandherren und 1.000 Gulden erhielt der Besitzer von Lesgewang. 1757 während der Schlacht bei Groß Jägersdorf wurden fast alle Häuser der Instleute abgebrannt. 1759/60 war Gerlach als Arrendator auf dem Vorwerk. Wie die anderen Güter und Domänen des Fürsten, wurde auch Almenhausen verpachtet. Pächter waren: 1868 Amtmann Ackermenn, Kreutzahler, bis 1932 Oberamtmann Oschlies, dann bis 1941 seine Erben. - Danach wurde der Besitz wieder vom Fürsten zu Anhalt-Dessau selbst bewirtschaftet, bis zur Vertreibung im Jahre 1945. - Der Verwalter war Thieß. 1785 adlig Vorwerk und Dorf, 10 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Insterburg, Amt Insterburg, Patron der Fürst von Anhalt-Dessau, Kirche zu Wehlau; 1815 Vorwerk, Amt Norkitten, 15 Feuerstellen, 92 Bewohner. Im Juli 1806 trat unerwartet der Pregel aus seinen Ufern, ein Teil der Heuernte wurde vernichtet. Heftige häufige Gewitter verursachten Angst und Schrecken, in Almenhausen brannten einige Gehöfte durch Bltzschlag nieder. Amtlich gezählt, Dorf und Gut: Wohngebäude in 1871 10, in 1905 7, Haushalte in 1871 22, in 1905 12, Einwohner in 1867 117, in 1871 116, in 1905 61, männlich in 1871 50, in 1905 27. 1871 alle preußisch u. evangelisch, 34 ortsgebürtig, 24 unter 10 Jahre, 41 können lesen und schreiben, 51 Analphabeten, 1 ortsabwesend; - 1905 alle evangelisch und geben deutsch als Muttersprache an. Ortsgrundfläche 230,7 ha, Grundsteuer Reinertrag 9,45 je ha. - 1925 Wohnplatz zu Ranglacken; Im Volksmund hießen die Bewohner von Almenhausen "die Almüser". 1920 Domäne, Herzog Friedrich II. von Anhalt-Dessau, Pächter Frau Oberamtmann Oschlies, Schweinezucht, Telef. Puschdorf 2, PTE Puschdorf 3,6 km, Grundsteuer Reinertrag 2.449.-; - 247 ha, davon 194 Acker, 26 Wiesen, 17 Weiden, 7 Hofstellen, 3 Wasser; 30 Pferde, 110 Rinder, davon 50 Kühe, 12 Schafe, 30 Schweine. Am 17.10.1928 unter diesem Ortsnamen ein Ortsteil der Gemeinde Eichental.