Damerau





Damerau

Adlig Dorf und Vorwerk - Bauerndorf


Ksp. Puschdorf, Schule Piaten, Amt, Standesamt und Gendarmerie Puschdorf, 
Insterburg 31 km.

Im Jahre 1506 verlieh der Markgraf Albrecht 7 Huben nach preußischem Recht in
Pojathen (Piaten), wozu auch das Dorf Damerau gehörte.

Am 11.09.1721 kaufte der Fürst von Anhalt-Dessau Pogathen, Eschenbruch,
Kuhfließ und Damerau von der Witwe des Joh. Christoph Pöpping, verehelichte
Catharina Grayerin, für 7000 Rthlr. und ein Schlüsselgeld von 100 Rthlr.
Damerau gehörte zu den Piatenschen Gütern, es hieß auch die Neusassen von
Schöndamerau.
Während der Schlacht bei Groß Jägersdorf, am 30.08.1757, sind die Scheunen
der 3 Bauern niedergebrannt.

1785 adlig Dorf, 6 Feuerstellen, Landrätlicher Kreis Tapiau, Amt Tapiau,
Patron der Fürst von Anhalt-Dessau. - 1815 Dorf und Vorwerk, Amt Norkitten,
6 Feuerstellen, 30 Bewohner, Landkreis Insterburg; im Gefolge des Edikts
vom 30.04.1815 vom Königsberger Departement zum Regierungsbezirk Gumbinnen
geschlagen.

1822 nach Durchführung der Separation - Freistellung der Bauern - ein
Bauerndorf, nicht mehr im Besitz des Fürsten von Anhalt-Dessau.

Amtlich gezählt: Wohngebäude in 1871 6, in 1905 5, Haushaltungen in 1871 13,
in 1905 10, Einwohner in 1867 67, in 1871 69, in 1905 47, männlich in 1871
36, in 1905 27;
1871 alle preußisch, 67 evangelisch, 2 sonstige Christen, 28 ortsgebürtig,
28 unter 10 Jahre, 38 können lesen u. schreiben, 3 Analphabeten; - 1905
46 evangelisch, 1 katholisch, alle geben deutsch als Muttersprache an. 
Ortsgrundfläche 47,6 ha, Grundsteuer Reinertrag 7,53 je ha. 
1925 Wohnplatz zu Ranglacken.

Am 17.10.1928 unter Fortfall des Ortsnamens eingegliedert in die Gemeinde
Eichental.