Drei Zähne?


Sie hauten sich, die Koddern flogen,
und das Gebölk war mächtig groß.
Mal lag wer unten, mal wer oben,
Da war vielleicht der Deiwel los.

Drei Zähne, die im Rinnstein lagen,
auch irgendwas von einem Ohr,
und dann ein blutverschmierter Kragen,
kam doch so ziemlich selten vor.

Was hatten die sich rumzuschlagen,
die Lumpen voller Pferdemist?
Das mußt' sich doch nun jeder fragen,
der nicht wie die so dammlich ist.

Nur so ein kleines schwarzes Luder,
das grinsend grad vorrüberhuscht,
wußt' Stück'che mehr als manch so'n Kluger,
doch kümmern tat sie sich um nuscht.

Warum sich um Marjell bekriegen?
Das mein' ich, ist doch ganz verkehrt.
Wenn der ein Jung nicht kann jenügen,
ist die auch nicht drei Zähne wert.


Walter Westphal-Ziegelberg